Planung ist ja bekanntlich alles, zumindest aber die halbe Miete. Obgleich ich mich vom ersten Exposé an aber in Planung meiner Doktorarbeit versucht hatte, wollte es mir einfach nicht gelingen. Ich wusste lange Zeit nicht genau, was ich diese Woche, heute, jetzt genau tun sollte, um meinem Ziel näher zu kommen. Das war ganz schön frustrierend. Aber vermutlich unvermeidlich. Wenn man sein Thema erst abzustecken beginnt, kann man schwerlich kleine Arbeitsschritte in der fernen Zukunft planen — umso bescheuerter, dass potenzielle Stipendiengeber ausführliche Zeitpläne einfordern.
Vor kurzem erst hat sich das bei mir gedreht und ich befinde mich plötzlich in einem Zustand der annähernden Klarheit. Das lag an verschiedenen Faktoren, nehme ich an: Zum einen nähert sich langsam aber sich der so genannte Expertenstatus, den man mit dem Verfassen einer Dissertation zu einem Thema ja beweisen soll. Zum anderen kommt meine neue Arbeitstechnik, die Pomodoro-Technik, hinzu, die mein Leben wirklich von Grund auf geändert hat (und das von mindestens zehn von mir “bekehrten” Menschen aus meinem Umfeld auch).
Aber auch das ist noch nicht alles. An dritter Stelle kam, dass ich es vor Kurzem und erst nach vielen gescheiterten Versuchen geschafft hatte, meine Arbeit und mein Vorankommen darin zu visualisieren. Inspiriert wurde ich dazu durch Pläne bei uns im Büro, die das Vorankommen im aktuellen Spiele-Projekt bildlich machen. Mein Ergebnis sieht den Plänen im Büro am Ende nicht einmal ähnlich, aber es ist im Endeffekt genau das, was ich jetzt gebraucht habe. Das ganze sieht ungefähr so aus:

Wie man links oben erkennen kann, sind die einzelnen Kapitel in Boxen untereinander aufgeführt und mit dem Ziel “Dissertation” verbunden, die praktischen Arbeitsschritte im unteren Bereich und deren Vor– und –Nachbereitungen sind ebenfalls in Boxen untereinander und mit den relevanten Kapiteln vernetzt. Was ich schon gemacht habe, wurde grün ausgemalt, was ich noch nicht machen kann, rot und was ich machen könnte, gelb. Peng. Meine Arbeit ist sichtbar, und der nächste Schritt geradezu zwingend.
Das gibt einem ein ungeheuer gutes Gefühl und damit lässt sich auch längerfristig planen: Tageweise. Wie viele Tage habe ich dieses Jahr noch, welche Themen liegen vor mir, was für Meilensteine liegen auf dem Weg und ab geht die Post.
Beim Erstellen dieser Skizze — die ich heute gerade aktualisiert, also neu ausgedruckt und –gemalt habe — hat mir ein Online-Diagramm-Sortware names Gliffy geholfen, die hiermit jedem ans Herz gelegt sei.
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